Die Studierenden der Technikerschule Hannover an der bbs-me entwickeln ein „Ferngesteuertes Lernlabor
“ für die
SPS-Programmierung. Die im Folgenden
aufgeführten Automatisierungskomponenten stehen zurzeit im Ferngesteuerten
Labor zur Verfügung. Die Software zum Programmieren der einzelnen Steuerungen
kann als Demoversion direkt bei
den entsprechenden Firmen oder an der Schule bezogen werden.
Mit einem Internetanschluss können Sie über eine
VPN-Verbindung direkt auf die Steuerungen zugreifen. Testen Sie ihre
selbst erstellten Programme online auf der entsprechenden SPS und verfolgen Sie
per CAM den korrekten Ablauf.
Es stehen Automatisierungsgeräte folgender Firmen mit
dem zurzeit angebundenen Prozess zur Verfügung:




- 315F-2DP mit CP 343-1IT Ansteuerung
eines Frequenzumrichters über Profibus DP


Die Beschreibungen zu den einzelnen Arbeitsplätzen
sind von unseren Technikern in Unterrichtsprojekten erstellt worden und liegen
als PDF unter FGL Labore vor.
Diese stellen lediglich einen Ausschnitt der Übungsaufgaben
im Ferngesteuerten Labor dar, die mit der vorhandenen
Hardware durchgeführt werden können.
Für Fragen und Anregungen zu den einzelnen
Versuchsständen können Sie uns unter Hennigs@bbs-me.de
schriftlich
erreichen, oder besuchen Sie uns an der bbs-me und
lassen Sie sich von weiteren "Highlights
in der Energie- und
Prozessautomatisierungstechnik" überraschen.
Netzwerkstruktur des Ferngesteuerten Labors

Der IPCop erfüllt in erster
Linie die Aufgaben eines Routers. Um aus dem Internet auf die den Server und
die CAM´s zugreifen zu können, wird das Verfahren Network Adress Translation angewendet. Deshalb müssen Sie die jeweilige
Portadresse beim Zugriff auf die CAM´s angeben (z.B. tsh.ipactive.de:89
um auf die IP-CAM 5 zuzugreifen).
Für den Zugriff auf die Steuerungen, muss Ihr PC „Mitglied“
des Netzwerkes 172.16.9.XXX werden. Dies geschieht durch den Aufbau einer
VPN-Verbindung. Hierzu müssen Sie sich bei dem VPN-Server anmelden. Wie dies
bei Ihrem Betriebssystem funktioniert, schauen Sie bitte unter dem Link
VPN-Verbindung nach.
Der Aufbau des Ferngesteuerten Labors ist übrigens
Bestandteil der Ausbildung unserer Techniker. Falls Sie auch ein solches Labor
aufbauen und betreiben möchten, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat beiseite.
Unter
dem Begriff der Automatisierung versteht man umgangssprachlich das Umstellen
auf selbsttätige Arbeitsvorgänge im Zusammenhang mit fertigungstechnischen oder
verfahrenstechnischen Prozessen wie z.B. der Automobilproduktion. Diese
Prozesse und Verfahren laufen innerhalb technischer Systeme ab, die aus einer
aufgabenspezifischen Anlage und aus standardisierten Automatisierungsgeräten bestehen.
Als Standardgeräte haben sich Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS)
etabliert.
Als Grundfunktionen der Automatisierung sind Steuerungen (z.B.
Pressensteuerung) und Regelungen (z.B. Durchflussregelung) anzusehen. Um den
korrekten Ablauf in den Systemen beobachten und ggf. auch eingreifen zu können,
werden die Systeme visualisiert. Die Visualisierungen kann heute deshalb als
dritte Grundfunktion der Automatisierung angesehen werden.
An
der Berufsbildenden Schule BBS-me der Region Hannover
werden die Grundlagen der Automatisierungstechnik an verschiedenen Lernträgern
und Schülerarbeitsplätzen schulform- und fachbereichsübergreifend erarbeitet.
Die
Kollegen der Abteilungen Elektro- und Maschinentechnik arbeiten zusammen und
führen gemeinsame Projekte durch und entwickeln Unterrichtsmaterialen für die
durchgängige Qualifizierung von der beruflichen Erstausbildung (Berufsschule)
über die Weiterbildung (Technikerschule) bis hin zur studienbezogenen
Ausbildung (Fachgymnasium).
Es
bestehen intensive Arbeitskontakte zu den Firmen Siemens, SEW, Phoenix-Contact,
Pilz, Moeller electric, Lenze, Mitsubishi, Ifm, FIESSLER, Pepperl u. Fuchs, Wago und Beckhoff, die im Bereich der Prozess- und
Produktionstechnik führende Komponenten- bzw. System-anbieter
sind. Durch großzügige Förderungen dieser Firmen steht uns an der bbs|me eine hervorragende Ausstattung für die Vermittlung
der Grundlagen der Automatisierungstechnik zur Verfügung.
Kernstück
unserer Ausstattung sind fünf Labore für Automatisierungstechnik und zwei
komplexe Lernträger für Fertigungs- und Montagetechnik, an denen anwendungsorientiert Steuerungsabläufe untersucht und
programmiert werden können. Das Besondere dieser Anlagen ist die Vernetzung mit
verschiedenen Feldbussystemen wie z.B. dem Interbus, PROFIBUS DP, AS-Interface
und gerade aktuell im Aufbau an der Flexiblen Fertigungsanlage (FFA) der Pilz Saftybus. Mit Hilfe von Prozessvisualisierung (WinCC) können die Anlagen zentral über Ethernet TCP/IP
beobachtet und bedient werden.
Weiterhin können elektrische Maschinen und Antriebe
über Frequenzumrichter mittels Bussysteme angesteuert
und parametriert werden.
Ein
besonderer Schwerpunkt bildet die Sicherheitstechnik
von Maschinen und Anlagen. In Abschlussarbeit werden
Sicherheitsbussysteme im Bereich der Automatisierungstechnik hinsichtlich der
Hard- und Softwarekonfiguration, sowie Programmierung untersucht (siehe
"Projekte"). Des weiteren wird die Flexible-Fertigungs-Anlage FFA nach den Grundsätzen der
Maschinensicherheit umgestaltet und mit dem sicheren Profinet Safety
ausgestattet.
Die
Abschlussarbeiten unserer Techniker können Sie unter dem Link
"Projekte" und verschiedene Laborberichte unter "Labore"
einsehen.